Schulpat*innen

Ansprechpartnerinnen:

Gabriele Adam, Katrin Sommerfeld-Rüttgers, 0521 133666
info@kinderschutzbund-bielefeld.de

In Bielefeld gibt es 48 Grundschulen. Nicht allen Kindern fällt das Lernen leicht. Manche Kinder brauchen Unterstützung beim Erlernen des Lesens, andere haben Probleme beim Rechnen oder Schreiben.

Das bedeutet für die Lehrkräfte eine große Herausforderung. Alle Kinder sollen zum Ende des Schuljahres über bestimmte Kompetenzen verfügen. Um das zu erreichen und kein Kind zurückzulassen, muss eine sehr frühe Förderung einsetzen.

Vielfältige Hilfe

Schon seit 1977 stellen sich die Schulpat*innen des Kinderschutzbundes dieser Aufgabe und gehen ein- bis zweimal pro Woche in die Schulen. Sie arbeiten mit einem Kind oder mit einer kleinen Gruppe in Absprache mit den Lehrer*innen parallel zum Unterricht.

Die Schulpat*innen üben mit den Kindern Lesen, Rechtschreibung, Rechnen, begleiten Ausflüge oder unterstützen Schüler*innen im Klassenraum. Sie helfen aber auch bei Aktionen wie Backen, Theater-Aufführungen oder Schmücken des Klassenraums. Auf diese Weise lernen die Schulpat*innen die Kinder gut kennen. Mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen werden die schulischen Leistungen und dann auch das Selbstbewusstsein der Kinder gestärkt.

Die Nachfrage nach Schulpat*innen ist groß, so dass weitere ehrenamtliche Unterstützung herzlich willkommen ist. Zur Zeit sind 34 Schulpat*innen in nunmehr 19 Schulen und einer Förderschule jede Woche im Einsatz.

Auch die Schulpat*innen lernen

Regelmäßig finden Treffen der Ehrenamtlichen zum Gedankenaustausch oder zur Weiterbildung statt. Gastreferent*innenn informieren z.B. über folgende Themenbereiche:

Unsere Kinderschutzbundvorsitzende Dr. Heidrun Macha-Krau berichtete über ihre tägliche Arbeit als Logopädin. An besonderen Beispielen machte sie deutlich, dass Hörschäden zu Problemen beim Erlernen des Lesens führen können. Die Kenntnis über diese Problematik weckte ein noch größeres Verständnis der Schulpat*innen gegenüber betreffenden Kindern.

Frau Falke, Lehrerin an der Osningschule, referierte über das Thema Ertleseunterricht. Sie informierte zunächst über verschiedene Methoden und deren Vor- und Nachteile. Anhand einer Anlauttabelle konnten die Teilnehmer*innen selber „Erstlese“-Erfahrungen sammeln: Ein in fremden Zeichen geschriebener Satz sollte mit Hilfe der Tabelle „erlesen“ werden - gar nicht so einfach! Wenn dann im häuslichen Umfeld zur nötigen Übung für die Kinder niemand verfügbar ist, wird deutlich, wie wertvoll die Arbeit der Schulpat*innen ist. Für die Förderung der Kinder erläuterte Frau Falke, wie und mit welchen einfachen Mitteln das geschehen kann.